Ein besonderes Geschenk

Morgen hab ich Geburtstag. In diesem Jahr war es Zeit für ein sehr ausgefallenes Geschenk. Ich habe mir Mut geschenkt!

Wofür Mut…? Ich habe gekündigt. Was für ein Satz, was für ein Gefühl 🙂

In diesem Blog geht es um die besonderen Momente, die mir etwas bedeuten und ich weiß seit einiger Zeit, dass ich meinen aktuellen Alltag so nicht weiterführen möchte. Ich arbeite mein ganzes Leben bei ein und demselben Arbeitgeber. Ich habe dort meine Ausbildung und indirekt mein Studium absolviert. Ich habe in den zwölf Jahren viel gelernt, mich manches Mal gewundert, spannende Menschen kennengelernt und eine tolle Zeit gehabt. Nun spüre ich, dass es Zeit für Veränderung ist. Ich möchte neue Wege einschlagen.

Warum hat es so lange gedauert, dem Herzen zu folgen?

Im meiner Brust schlagen zwei davon. Das eine steht für Sicherheit und das andere für Freiheitsdrang. Zugegeben das ist Nichts, was sehr gut zusammenpasst. Bisher hatte der Wunsch nach Sicherheit einen größeren Raum. Aber in den Tiefen meines Herzens bin ich ein Hippie-Mädchen, das hinaus in die Welt möchte, das seinen eigenen Kopf hat und diesen ausleben will. Das herauszufinden, dabei haben mir sicher die Meditationen von Holger geholfen und auch, dass ich seit vielen Jahren an meiner persönlichen Weiterentwicklung arbeite. Ich habe über diese Themen viele, viele Seiten Papier gefüllt, denn Schreiben ist mir da schon lange ein liebes Hilfsmittel. Je tiefer ich in mir geforscht habe, desto mehr kam zu Tage, dass ich ein Leben lebe, das nicht meines ist. Es gab einige Schlüsselmomente in den letzten Monaten und einer davon war der nachfolgende.

Von innen sieht ein Hamsterrad auch aus wie eine Karriereleiter

Es war Frühjahr und die ersten warmen Sonnenstrahlen haben alle nach draußen in die Wärme gezogen. Ich hatte einen recht stressigen Arbeitstag, aber ich wollte unbedingt hinaus in die Sonne. So schaufelte ich mir 30 Minuten freie Zeit am Mittag und bin zur Pausen-Rushhour in den nächst gelegenen Park. Dort habe ich mich auf den Rasen gesetzt, Gesicht Richtung Wärme und Licht. Als ich die Augen ein paar Minuten später wieder öffnete, war der Park so gerappelt voll, dass man kaum noch ein Plätzchen auf dem Rasen finden konnte. Neben mir stand ein Mann, der dienstlich telefonierte und ich konnte jedes Wort mithören. Von entspannter Mittagspause hatte das gar nichts mehr. Und da drängte sich mir ein Vergleich auf: Die Menschen, die hier arbeiten und zu denen ich auch gehörte, wirken wie freiwillige Gefangene in ihrer eigenen Welt. Sie rennen ins Büro und verbringen dort ihre Zeit, um mehr oder minder viel Geld zu verdienen. In ihrer Mittagspause rennen sie hinaus ins Freie, um mit Kaffe und anderen kulinarischen Genüssen, sich in die Sonne zu setzen und zu genießen. Es hat den Anschein, als wenn die Büros hinter Mauern und Fenstern gleich einem Gefängnis sind und die Pause der Freigang aus dem Knast. Die extremere Variante ist die Vorfreude auf den Urlaub. Wenigstens in meinem Umfeld kommt mir die Stimmung so vor. Und so sehr ich der Meinung bin, dass man mit irgendetwas sein Geld verdienen muss, so sehe ich dennoch nicht ein, dass es auf diese Art und Weise sein soll. Deswegen: Schluss damit!

 

„Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.“ (Konfuzius)

 

 

Und nun ist es soweit… ich habe gekündigt. Zum 30.09.2018 läuft mein Arbeitsvertrag aus. Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon neue Pläne im Kopf hätte. Ich gehe auf Weltreise… juchuuuuu 🙂

– Ergänzumg aus August 2018: Leben ist das, was passiert während wir dabei sind, andere Pläne zu schmieden. In diesem Sinne werde ich ab Oktober Journalismus über die freie Journalistenschule Berlin studieren und meiner Leidenschaft für’s Schreiben mehr Raum und Entwicklung geben. Darauf freue ich mich sehr. Das bringt mit sich, dass die eigentliche Reise um die Welt auf den Beginn des kommenden Jahres verschoben wird.

Das wird unweigerlich Auswirkungen auf den Blog haben und ich möchte euch mitnehmen auf die Reise um den Globus mit den vielen Momenten und Menschen, die dieses Erlebnis besonders machen werden. Die Kündigung ist für mich der erste Meilenstein.

Wenn ihr neugierig seid, was mich auf dem Weg bis dahin umtreibt, dann schreibt mir gerne in die Kommentare. Ich werde auf jeden Fall zu der Vorbereitung bloggen und vielleicht den ein oder anderen Vlog drehen.

Bis dahin – Eure Svenja